Winterfütterung – so geht’s richtig!

Es wird Zeit, den Tisch zu decken – Tipps zur Vogel-Winterfütterung

Blaumeise am Meisenknödel
Blaumeise am Meisenknödel

Im Vergleich zu den letzten Oktobertagen ist es schon richtig „schattig“ geworden draußen. Erste leichte Nachtfröste gab es bereits und es sind ja nur Vorboten. Wer den Vögel über die kalte und futterarme Jahreszeit helfen möchte, muß jetzt damit beginnen. Es ist an der Zeit, die Piepmätze an die Futterplätze zu gewöhnen, damit sie, wenn die ersten länger anhaltenden Schneefälle einsetzen oder richtig kräftiger Bodenfrost die natürlichen Nahrungsquellen zum Erliegen bringen, bereits ihre neuen Futterquellen kennengelernt und angenommen haben.

Rotkehlchen (links) behaupten sich am Futterplatz
Rotkehlchen (links) behaupten sich am Futterplatz

Es ist ganz sicher nicht damit getan, einen Meisenring- oder Meisenknödel in den Gartenbaum zu hängen, wenn man auch Rotkehlchen, Zaunkönig, den Zeisigen und Gimpeln etwas Gutes tun möchte. Unter uns Vogelfreunden, selbst die Sperlinge nehmen lieber kleine Sämereien an, als Hanf- und Sonnenblumenkerne. Letztere werden fleißig im Schnabel von links nach rechts und wieder zurück in die andere Richtung „geknabbert“. Nur selten lohnen sich Mühe und aufgewandte Energie, die Schale platzt auf und der Sperling kommt an den begehrten Blumensamen. Grobe Sämereien, wie eben die der Sonnenblumen, Winterfütterung – so geht’s richtig! weiterlesen

Es ist allerhöchste Zeit für die Nistkästen

So klappt das mit dem Vogelnachwuchs im Garten

Schlicht gefärbt, aber putzmuntere quirrlige Gesellen - Erlenzeisig
Schlicht gefärbt, aber putz- muntere quirrlige Gesellen – Erlenzeisig

An den Winter-Futterstellen in unseren Gärten treiben sich noch kleine Flüge von Erlenzeisigen herum. Die kleinen munteren Gesellen sind letzte Reste der bereits in den Nordosten Richtung Tundra aufgebrochenen größeren Schwärme, die jedes Jahr zum Überwintern nach Mitteleuropa kommen. Erlenzeisige sind ja auch heimische Brutvögel in lichten Wäldern, Flußauen und weiträumigen Parklandschaften.Während es sich diese flinken grün-schwarzen Federbällchen also an den winterlichen Futterhäuschen gut gehen lassen, wir uns Anfang März mit dem launischsten Aprilwetter herumschlagen, das man sich vorstellen kann, sind die ersten Stare und zeitgleich mit ihnen die ersten Singdrosseln aus den südlichen Winterquartieren zurück. Während sich die Stare mit ihren Plaudergesängen noch sehr zurückhalten, sind der klare weithin schallende Ruf und die schwermütigen Flötentöne von Turdus philomelos in den angestammten Revieren während der Morgen- und Abenddämmerung schon deutlich zu vernehmen. Noch nicht mit dem Feuer und der Inbrunst, wie man das aus lauen Maitagen kennt, aber immerhin, es ist deutlich zu vernehmen, wer hier sein Revier beansprucht.

Blaumeisen sind fleißige Insektenvertilger und mit einem Nistkastenleicht in den Gärten anzusiedeln
Blaumeisen sind fleißige Insektenvertilger und mit einem Nistkastenleicht in den Gärten anzusiedeln

Wer bis jetzt noch damit gewartet hat, sollte schnellstens handeln: Die Nistkästen für unsere Halbhöhlen- und Höhlenbrüter, die wir im Herbst von altem Nistmaterial befreit und gereinigt hatten, müssen auf Schäden kontrolliert, eventuell repariert oder ausgetauscht werden. Auch wer in diesem Frühjahr zum ersten Mal mit Nisthilfen für Vogelnachwuchs in seinem Garten sorgen möchte, muß sich beeilen. Kohl- und Blaumeisen haben schon mit der Paarbildung begonnen und sind dabei zu beobachten, wie sie Nisthilfen inspizieren und bei passender Gelegenheit in Beschlag nehmen. Jeder Nistkasten, der erst in ein, zwei oder gar Es ist allerhöchste Zeit für die Nistkästen weiterlesen

„Stunde der Wintervögel“ liefert wertvolle Hinweise

Morgen beginnt die Winter-Bestandsaufnahme im Vogelreich – LBV-Fotowettbewerb mit schönen Preisen

Der Dompfaff oder auch Gimpel -hier ein Männchen - ist leider nicht mehr so zahlreich vertreten
Der Dompfaff oder auch Gimpel -hier ein Männchen – ist leider nicht mehr so zahlreich vertreten

Von morgen, Freitag, 8. Januar, bis Sonntag, 10. Januar, ist in Bayern wieder große Bestandsaufnahme der Wintervögel angesagt. In der „Stunde der Wintervögel“ können wieder alle Vogelfreunde die gefiederten Gäste am Futterhaus oder im Garten zählen und an denLandesbund für Vogelschutz melden. Wie Nicole Frioedrich vom LBV-Wintervogel-Team berichtet, werden damit wichtige Daten über die Verbreitung unserer häufigen heimischen Vogelarten gewonnen.

Bei der Aktion handelt es sich um eine der größten naturkundlichen Mitmachaktionen in Bayern, die sich als echte Erfolgsgeschichte etabliert hat. Bei der ersten Zählung der Wintervögel „Stunde der Wintervögel“ liefert wertvolle Hinweise weiterlesen

Überraschungsküken – und das Mitte August

Wildvögel haben Brutsaison noch nicht abgeschlossen!

Nestling - Heute die Augen geöffnet
Der Beweis: Brutsaison noch nicht abgeschlossen

Dieser Knirps hier wurde gestern Abend, also am 12. August 2015, nachts um kurz vor 22 Uhr von einem Pferd im Stroh seiner Box aufgestöbert. Die aufmerksame Reiterin wollte wissen, was den der Vierbeiner so unablässig und neugierig auf dem Boden beäugte. Als sie das Vogelküken entdeckte, war auch bald das außerhalb der Reichweite jeder Leiter befindliche Nest im Dachgebälk des Stalls ausgemacht. Da der Vogel nicht dorthin zurückgesetzt werden konnte, erhielt er erst einmal eine Portion frisch gefangener Stallfliegen, schließlich weiß man sich als ehemalige Papageienpäpplerin zu helfen. Eine knappe dreiviertel Stunde später – für die Fahrtstrecke dauert es nun einmal so lange –  wurde der Nestling bei mir abgegeben.

Das „Überraschungküken“ dürfte etwa 12 bis 13 Tage alt sein, da es heute Vormittag zum ersten Mal in die Welt blinzelte. Noch sperrt der Jungvogel artig, wenn Fütterungszeit ist. Ernährt wird Überraschungsküken – und das Mitte August weiterlesen

Jetzt Vogeltränken aufstellen

Mein Tipp für Garten- und Balkonbesitzer

Vogeltränke
Auch Spatzen haben Durst und sind willkommen

Unsere Wildvögel leiden unter der Hitzewelle, die ja in manchen Gegenden schon Züge einer Trockenzeit angenommen hat. Daher meine Empfehlung für Gartenbesitzer: Stellen Sie an mehreren Stellen Vogeltränken auf. Da zahlreiche natürliche Wasserstellen wie etwa Gräben oder Teiche in den vergangenen Wochen ausgetrocknet sind und als Wasserquelle für die Tiere nicht mehr zur Verfügung stehen. Für die Tränken reicht eine größere Schale mit flachem Rand, die am besten leicht eingegraben werden sollte. Wichtig ist, daß das Wasser häufig ausgewechselt wird. Mit etwas Glück können Sie dann dann auch seltenere Gartenbewohner wie Klappergrasmücke, Fliegenschnäpper oder Baumläufer beim Baden beobachten.