Winterfütterung – so geht’s richtig!

Es wird Zeit, den Tisch zu decken – Tipps zur Vogel-Winterfütterung

Blaumeise am Meisenknödel
Blaumeise am Meisenknödel

Im Vergleich zu den letzten Oktobertagen ist es schon richtig „schattig“ geworden draußen. Erste leichte Nachtfröste gab es bereits und es sind ja nur Vorboten. Wer den Vögel über die kalte und futterarme Jahreszeit helfen möchte, muß jetzt damit beginnen. Es ist an der Zeit, die Piepmätze an die Futterplätze zu gewöhnen, damit sie, wenn die ersten länger anhaltenden Schneefälle einsetzen oder richtig kräftiger Bodenfrost die natürlichen Nahrungsquellen zum Erliegen bringen, bereits ihre neuen Futterquellen kennengelernt und angenommen haben.

Rotkehlchen (links) behaupten sich am Futterplatz
Rotkehlchen (links) behaupten sich am Futterplatz

Es ist ganz sicher nicht damit getan, einen Meisenring- oder Meisenknödel in den Gartenbaum zu hängen, wenn man auch Rotkehlchen, Zaunkönig, den Zeisigen und Gimpeln etwas Gutes tun möchte. Unter uns Vogelfreunden, selbst die Sperlinge nehmen lieber kleine Sämereien an, als Hanf- und Sonnenblumenkerne. Letztere werden fleißig im Schnabel von links nach rechts und wieder zurück in die andere Richtung „geknabbert“. Nur selten lohnen sich Mühe und aufgewandte Energie, die Schale platzt auf und der Sperling kommt an den begehrten Blumensamen. Grobe Sämereien, wie eben die der Sonnenblumen,

Jetzt Vogeltränken aufstellen

Mein Tipp für Garten- und Balkonbesitzer

Vogeltränke
Auch Spatzen haben Durst und sind willkommen

Unsere Wildvögel leiden unter der Hitzewelle, die ja in manchen Gegenden schon Züge einer Trockenzeit angenommen hat. Daher meine Empfehlung für Gartenbesitzer: Stellen Sie an mehreren Stellen Vogeltränken auf. Da zahlreiche natürliche Wasserstellen wie etwa Gräben oder Teiche in den vergangenen Wochen ausgetrocknet sind und als Wasserquelle für die Tiere nicht mehr zur Verfügung stehen. Für die Tränken reicht eine größere Schale mit flachem Rand, die am besten leicht eingegraben werden sollte. Wichtig ist, daß das Wasser häufig ausgewechselt wird. Mit etwas Glück können Sie dann dann auch seltenere Gartenbewohner wie Klappergrasmücke, Fliegenschnäpper oder Baumläufer beim Baden beobachten.

 

Der Weg vom Liebhaber zum Schützer

Ob ich nun mit neun oder erst mit zehn Jahren begonnen habe, mich für die Vogelwelt zu interessieren, dürfte ja nun wirklich keine Rolle spielen. Tatsache ist, daß mich Papier und Buntstifte dazu animierten, mich mit den Gefiederten näher auseinander zu setzen. Ich habe sie gemalt – naja, ich hab’s wenigstens versucht. Abgemalt von Sammelbildchen und Spielkarten.

Was ich gemalt hatte, wollte ich aus kindlicher Neugier natürlich auch in Natura sehen. Also richtete sich die Aufmerksamkeit auf alles, was im Umfeld von Haus und Garten zwitscherte, tschilpte, krähte oder auf andere Art und Weise seine Stimme erhob oder durch die Büsche schlüpfte. So lernte ich die Stimmen kennen und die Gesänge der einzelnen Arten zu unterscheiden. Es dauerte eine Weile, aber mit 13 konnte ich die bei uns heimischen Arten nur an ihren Stimmen ansprechen. Die Gartenvögel, die gängigsten Feld-; Wald- und Wiesenvögel. Und während sich meine Freunde auf dem Bolzplatz vergnügten, galt mein Interesse den Beerenhecken

Die Brüder und Schwestern des Ikarus

Ikarus ist der Sohn des Dädalus. Die griechische Mythologie berichtet, dass beide von König Minos im Labyrinth des Minotauros auf Kreta gefangen gehalten wurden. Da Minos die Seefahrt kontrollierte, erfand Daedalus Flügel für sich und seinen Sohn. Es war ihr Traum, Vögeln gleich, ihrer Gefangenschaft zu entfliehen. Dazu befestigte er Federn mit Wachs an einem Gestänge. Vor dem Start schärfte er Ikarus ein, nicht zu hoch und nicht zu tief zu fliegen, da sonst die Feuchte des Meeres beziehungsweise die Hitze der Sonne zum Absturz führen würde. Ikarus ignorierte die Warnungen seines Vaters und in jugendlichem Übermut stieg er so hoch, daß die Hitze der Sonne das Wachs seiner Flügel schmolz und er im Meer zu Tode stürzte.
 
Dohlen
Dohlen

Ganz im Gegensatz zu Ikarus und Dädalus sind Vögel zum Fliegen bestimmt. In ihrem Körperbau verbinden sich äußerste Leichtigkeit mit höchster Festigkeit. Ein Querschnitt des Oberarms der meisten Vögel zeigt, wie Gewicht gespart und Festigkeit gewonnen wird, ein ideales Vorbild nicht nur für den modernen Flugzeugbau. Lufthaltige Hohlräume mit kreuzweisen Verstrebungen verstärken den Vogelknochen. Diese lufthaltigen Hohlräume findet man noch in vielen anderen Vogelknochen, besonders bei größeren Arten, die auch sehr hoch fliegen.

 
Ein Vogel hat rund 175 verschiedene Muskeln; sie geben Kraft und Ausdauer für den Vogelflug. Am größten sind die Brustmuskeln, deren Kontraktion die Flügel kräftig abwärts bewegt. Bei den meisten Vögeln machen die Brustmuskeln rund 15 % des gesamten Körpergewichtes aus. Bei sehr ausdauernden und schnellen Fliegern, wie etwa den