Vogel quietschfidel, Mensch zufrieden!

41. Tag: Allmählich normalisiert sich „Plumpsi“, zumindest was ihr Freßverhalten betrifft. Mehlkäferlarven und Puppen nimmt sie inzwischen an, bis gestern allerdings waren das nur die weißen, frisch gehäuteten. Von den „Würmern“ auch braune, so lange die nicht größer als 1,5 Zentimeter waren. Allen anderen wurde der Kopf abgebissen und der Rest in die Gegend geschleudert. Nach wie vor bettelt sie um zusätzliche Fütterung. Da die Spatzendame aber lernen muß, Futter selbständig aufzunehmen, muß ich sie zwangsläufig zwischendurch hungern lassen.

Wenn sie es sich dann doch überlegt und selber nach Freßbarem Ausschau hält, zieht sie selbst hergestelltes Eifutter allen anderen angebotenen Futtermitteln vor. Vogelbisquits, ja das ist auch noch eine Sache, die ihr schmeckt. Körnerfutter ignoriert

Putzmunter aber kein Muskelaufbau

Neugierig beäugt Plumpsi die ihr fremde Umgebung im Garten
Neugierig beäugt „Plumpsi“ die ihr fremde Umgebung im Garten

„Plumpsi“, die Spatzendame, bereitet Kopfzerbrechen. Obwohl putzmunter und mit jedem Tag agiler – was die Flugdistanzen hier im Büro betrifft – will sich die Kondition nicht sichtbar verbessern. Das Brustbein ragt wie ein Schiffskiel spitz in die Federn, ein Muskelaufbau findet kaum statt.

Hungern muß sie nicht, auch wenn ich sie zwischendurch schon einmal für ein paar Stunden alleine lasse. Vor solchen Gelegenheiten bekommt sie immer eine Portion Larven, Holunderbeeren und Futterbrei extra verabreicht. Sperren tut sie ja noch, nur in der geschlossenen Hand will sie nicht mehr gefüttert werden. Den Gefallen kann ich ihr aber beim besten Willen

Was soll ich sagen? Es geht ihr gut!

Am 21. Tag: Das Wichtigste gleich vorneweg – „Plumpsi“ geht es gut! Sie tschilpt und zwitschert „spätzisch“, wie einem Spatzen eben der Schnabel gewachsen ist. Von der Laustärke her könnte das noch intensiver sein. Ich denke aber, das wird die Zeit mit sich bringen.

Die Sache mit der „Eigenversorgung“ will sie allerdings nicht so richtig kapieren. Geht „Plumpsi“ ihrer Lieblingsbeschäftigung dem Sandbaden nach, pickt sie schon einmal auch das eine oder anderen Korn auf. Richtig wäre es ja zu sagen „kleine Körnchen